VuP - Verbund unabhängige Patientenberatung e.V.
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Warum unabhängig und neutral ?

Die Patientenberatungsstellen im VuP e.V. und ihre Träger sind unabhängig sowohl von Leistungserbringern im Gesundheitswesen (z.B. Krankenhäusern / Praxen), Wirtschaftsunternehmen (z.B. Pharmaindustrie) als auch von Kostenträgern (z.B. Krankenkassen).

Die Beratung und Information dieser Einrichtungen ist unabhängig und neutral, d.h. es werden keine Anbieter oder Behandlungsweisen bevorzugt. So kann ausreichend Distanz gewahrt und den Ratsuchenden eine Entscheidungshilfe gegeben werden. Im Vordergrund stehen die Interessen der Ratsuchenden.

Patientinnen und Patienten suchen unabhängige Einrichtungen, weil sie sich in dem Interessengeflecht der Akteure im Gesundheitswesen ausgeliefert oder ungerecht behandelt fühlen, unsicher sind, Orientierung suchen oder zu Schaden gekommen sind.

Unabhängige Patientenberatung wird als ein gesellschaftlich notwendiges und nützliches Korrektiv im Gesundheitssystem gesehen und politisch gefördert.

Wichtige Gesetzesgrundlagen

§ 65 b SGB V: Förderung von Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung (pdf, 5 kb) ab 2011

Patientenrechtegesetz 2013 (pdf, 84 kb)

Antrag der BT-Fraktion der Linken zum Thema "Patientenberatung unabhängig und gemeinnützig ausgestalten" , DS 18/7042 vom 15.12.2015

Stellungnahme der BAGP zur DS 18/7042 (pdf, 200kb)

Weitere Stellungnahmen zum Nachlesen auf der Seite www.fuer-unabhaengige-patientenberatung.de


Ist die neue Sanvartis-UPD unabhängig ?

Der GKV-Spitzenverband und der Patientenbeauftragte der Bundesregierung haben entschieden, die UPD ab 2016 an das private Unternehmen Sanvartis GmbH zu vergeben. Auch wenn dieses Unternehmen eine neue gGmbH gründet und dort 100%iger Gesellschafter ist, so ist diese Gesellschaft nicht unabhängig. Dies räumt die Sanvartis GmbH selbst ein.

Für Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen ist es schon dubios, wenn ein abhängiges Unternehmen eine unabhängige Beratung machen soll. Dann kann ja gleich der Leistungserbringer oder Kostenträger die Beratung durchführen, da ist die Interessenlage klar erkennbar.

Welche Innovation wollte der VuP ?

Die bisherigen Gesellschafter der UPD hatten natürlich auch ein besseres Angebot vorgelegt. Mit den höheren Fördermitteln sollten die Kapazitäten der UPD ab 2016 deutlich ausgeweitet werden bei gleichbleibend hohem Qualitätsstandard und hohem Nutzen für Ratsuchende.

Die Beratungskapazitäten wären ähnlich hoch gewesen wie bei der neuen Sanvartis-UPD, jedoch mit deutlich mehr Erfahrung, Qualifikation und nachgewiesener Qualität.

Regional hätte es weiterhin richtige Beratungsstellen mit interdisziplinärer Besetzung und Erreichbarkeit gegeben und nicht einen Etikettenschwindel (für 30 sogenannte Beratungsstellen der Sanvartis-UPD sind insgesamt nur 6 Vollzeitkräfte vorgesehen = 0,2 pro Stelle).

Ratsuchende hätten weiterhin ihre vertrauten und verlässlichen Strukturen gehabt mit einer langjährig aufgebauten Vernetzung in den Gesundheitsregionen.

Für viele Ratsuchende besonders wichtig: die Träger der unabhängigen Patientenberatung wären selbst auch unabhängig gewesen. Das ist die Sanvartis GmbH nicht und auch die neu gegründete Tochtergesellschaft nicht.

© VuP, aktualisiert 23.01.2017